PM | „Corona-Pandemie jetzt aufarbeiten und daraus lernen“

19. April 2024

Die Corona-Pandemie ist zwar vorbei, aber es bleiben eine ganze Menge Fragen zu den unter dem Eindruck der Pandemie getroffenen Maßnahmen und Entscheidungen. Aus wissenschaftlicher Seite wurde sich natürlich schon viel mit dem Thema beschäftigt, aber das sind Diskussionen, die eher im Verborgenen ablaufen.

Für den Straubinger Bundestagsabgeordneten Erhard Grundl ist das zu wenig. „Wir müssen eine öffentliche politische Diskussion über die Pandemie-Zeit führen, gerade um den Schwurbler und der „Querdenker-Szene“ entgegenzuwirken. Wir haben einen riesigen Erfahrungsschatz aus der Pandemie, den wir nun überprüfen sollten, um Leitlinien/Vorstellungen für die Zukunft zu entwickeln. Dabei geht es mir um die ganz nüchterne Frage, ob die wissenschaftlichen Informationen immer die Grundlage der Entscheidungen waren. Aber auch darum, welche Gremien haben die Entscheidungen getroffen und welche Konsequenzen ziehen wir daraus für die Zukunft.“ Grundl selbst hat im Rückblick viel Verständnis auch für Entscheidungen, die aus heutiger Sicht nicht nachvollziehbar sind. „Ich war beim „Team Vorsicht“ und bin es auch noch heute, denn gerade wenn man sich in der Welt umschaut, sind wir insgesamt gut durch diese schwere Zeit gekommen.“ Die Notwendigkeit, mit einem lückenhaften Wissen über Grundrechtseinschnitte zu entscheiden, sieht er allerdings nach wie vor als extrem schwierig an. Aber auch die Frage, warum die Konferenz der Ministerpräsident*innen die Entscheidungen fällte und die Parlamente – als eigentlich zuständige Institutionen – eher zur Seite geschoben wurden sieht der Abgeordnete als eine Fehlentwicklung.

„Wir sollten jetzt mit diesem zeitlichen Abstand in aller Besonnenheit die Chance nutzen, über die Corona-Pandemie und ihre Einschränkungen nachzudenken und hauptsächlich viel daraus lernen, damit wir für kommende Pandemien und ähnliche Katastrophen besser gewappnet sind“, fasst der niederbayerische Abgeordnete seinen Vorstellungen zusammen.

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